Bio Siegel was bedeuten sie eigentlich ?

Hallo Ihr Lieben,
wie Ihr schon mitbekommen habt, ist für mich eine auf die Zukunft ausgerichtete Lebensweise essentiell und meine Passion.
Ich habe mir einmal ‚versucht‘ einen Überblick über die einzelnen BioSiegel zu verschaffen. Das ist echt nicht einfach und man muss es auch hinterfragen. Angefangen beim Impressum über eine persönliche Ansprache.

Ich verzichte aus rechtlichen Gründen darauf, dass ich BioSiegel nenne, die m.E. recht wenig mit Bio zu tun haben und deshalb eher als Greenwashing, also als eine Art der PR-Methode, die darauf zielt, einem Unternehmen in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Image zu verleihen, ohne dass es dafür eine hinreichende Grundlage gibt, zu bezeichnen sind. Auch erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, was bei der Menge an Siegeln ohnehin unmöglich erscheint.
Was finde ich gut bzw. nach welchem Standard richte ich mich:

 EU-Bio-Logo

Bei aller berechtigten Kritik ein Siegel auf dem ich mich verlasse und was für mich durchdacht erscheint. Ich zitiere folgendes dazu: „Das Logo und die Kennzeichnungsvorschriften sind wichtige Elemente der ökologischen/biologischen Verordnungen. Mit diesem Rechtsrahmen schafft die Europäische Union die Bedingungen, unter denen die ökologische/biologische Landwirtschaft ihre Produktion an die Marktentwicklungen anpassen kann. Dadurch werden die Standards erhöht und Einfuhr- und Inspektionsbedingungen verschärft.“

  • Deutsches Bio-Siegel in Verbindung mit dem EU-Bio-Logo
    Ich zitiere dazu: „Das Bio-Siegel (sechseckiges Logo) dürfen Sie zur Kennzeichnung Ihrer Produkte zusätzlich zum EU-Bio-Logo (Euro-Blatt auf grünem Hintergrund) verwenden. Dies setzt voraus, dass Ihr Unternehmen bereits durch eine Kontrollstelle gemäß den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau zertifiziert wurde und Sie damit berechtigt sind, das EU-Bio-Logo zu nutzen.
  • Folgende Produkte können gemäß den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau zertifiziert werden:
  • lebende oder unverarbeitete Erzeugnisse aus Landwirtschaft oder Aquakultur,
  • verarbeitete landwirtschaftliche Erzeugnisse und solche aus Aquakultur, die zur Verwendung als Lebensmittel oder Futtermittel bestimmt sind,
  • vegetatives Vermehrungsmaterial und Saatgut für den Anbau.
    Folgende Produkte können NICHT gemäß den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau zertifiziert werden:
  • Erzeugnisse der Jagd und der Fischerei wildlebender Tiere,
  • Kosmetika,
  • Arzneimittel,
  • Erzeugnisse aus Umstellungsbetrieben.“
    Dann wird es schon langsam dünn, evtl. habt Ihr weitere Beispiele für mich.
    Für den Bereich der Kosmetik kann ich noch folgendes nennen:
  • Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über kosmetische Mittel
    Das halte ich noch für erwähnenswert bzw. richte ich mich danach. Dann auf jedem Fall noch das

Das Siegel für fairen Handel

Wobei es dort länderspezifische Unterschiede gibt. In der Schweiz werden die Regeln weitaus rigoroser ausgelegt als in anderen Ländern, was auf dem ersten Blick befremdlich wirkt, sich aber auf dem zweiten Blick etwas relativiert. Ich sage immer, kleine Schritte zur Verbesserung sind besser als gar keine Schritte.
Ich zitiere: „Die Fairtrade-Standards sind das Regelwerk, das Kleinbauernorganisationen, Plantagen und Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette einhalten müssen und Handel(n) verändert. Sie umfassen soziale, ökologische und ökonomische Kriterien, um eine nachhaltige Entwicklung der Produzentenorganisationen in den Entwicklungs- und Schwellenländern zu gewährleisten.“
Was ich mir bisher erarbeitet habe und was ich bisher wahrgenommen habe – es ist durchaus nachvollziehbar und auch anwendbar. Ich bleibe bei meiner Aussage der kleinen Schritte.

Des Weiteren möchte ich das EU Ecolabel nennen:

  • Ich zitiere: „Das EU Ecolabel ist das in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, aber auch von Norwegen, Liechtenstein und Island anerkannte EU-Umweltzeichen. Das 1992 durch eine EU-Verordnung (Verordnung EWG 880/92) eingeführte freiwillige Zeichen hat sich nach und nach zu einer Referenz für Verbraucher entwickelt, die mit dem Kauf von umweltfreundlicheren Produkten und Dienstleistungen zu einer Verringerung der Umweltverschmutzung beitragen wollen. Die Vergabe erfolgt an Produkte und Dienstleistungen, die geringere Umweltauswirkungen haben als vergleichbare Produkte. Mit dem EU Ecolabel soll der Verbraucher die Möglichkeit haben, umweltfreundlichere und gesündere Produkte identifizieren zu können.
    Das Spektrum reicht von Reinigungsprodukten über Elektrogeräte, Textilien, Schmierstoffe, Farben und Lacke bis zu Beherbergungsbetrieben und Campingplätzen. Ausgeschlossen von der Vergabe sind zum jetzigen Zeitpunkt Nahrungsmittel, Getränke, Arzneimittel und medizinische Geräte.“Dieses Siegel halte ich im Sammelsurium aller Siegel für erwähnenswert und ebenfalls anwendbar, zusammen mit dem Nordic Ecolabel:
  • Ich zitiere: „Das Nordische Umweltzeichen, auch Nordischer Schwan oder in Skandinavien kurz „Der Schwan“ genannt, ist ein Umweltzeichen des Nordischen Ministerrats. Es wurde 1989 ins Leben gerufen und umfasst inzwischen 63 Produktgruppen.[1] Es ist das offizielle Umweltzeichen der nordischen Länder.
    Der Nordische Schwan ist ein Typ-I-Umweltzeichen (ISO 14024), da eine Aussage über die Umweltverträglichkeit von Produkten im Vergleich zu Konkurrenzprodukten durch unabhängige Dritte getroffen wird. Alle drei bis fünf Jahre werden die jeweiligen Kriterien überprüft und gegebenenfalls überarbeitet. Der Bekanntheitsgrad des Zeichens in Skandinavien übersteigt mit 94 %[1] deutlich den des Blauen Engels (76 %)[2] in Deutschland.Hierbei wird der Blaue Umweltengel erwähnt, was als Siegel in den letzten Jahren zugunsten der EU in den Hintergrund „gedrängt“ wurde aber weiterhin seine Berechtigung hat. Aus meiner Sicht.
    Zunehmend und auch dafür werbe ich, wird der COSMOS-standard ins Zentrum der Betrachtungen gestellt.
  • Ich zitiere: „COSMOS ist ein internationaler Naturkosmetik-Standard. Entwickelt wurde er von den wichtigsten europäischen Label wie Soil Association (Großbritannien), Ecocert & Cosmebio (Frankreich), BDIH (Deutschland) und ICEA (Italien). In vielen Punkten gleicht der COSMOS-Standard den Kriterien bekannter Naturkosmetik-Label. Dazu zählt, dass: a) bestimmte Inhaltsstoffe in Bio-Qualität (kbA) verwendet werden müssen, b) nur bestimmte Herstellungsverfahren für Rohstoffe zugelassen sind und c) keine Inhaltsstoffe petrochemischen Ursprungs eingesetzt werden dürfen. Der COSMOS-Standard geht jedoch darüber hinaus und bewertet auch Herstellungsprozess und die Packmittel nach Nachhaltigkeitskriterien. Wie bei vielen Naturkosmetik-Labeln üblich, unterscheidet COSMOS zwischen Naturkosmetik (COSMOS Natural) und Bio-Kosmetik (COSMOS Organic).“
    Seit Januar 2017 ist der COSMOS-standard für Neuentwicklungen von Natur- und Biokosmetik verpflichtend. Dies gilt für alle Mitglieder von BDIH, Ecocert, Cosmebio, ICEA und Soil Association, die zusammen das weltweit größte System zur Zertifizierung von Bio-Beauty repräsentieren.

    Den NCS (Natural Cosmetics Standard) möchte ich noch hervorheben:

  • Ich zitiere: „Unsere Haut lebt und atmet – sie ist das Tor zwischen unserem Körper und unserer Umwelt. Ihre natürliche Pflege ist jedoch nicht nur Balsam für Körper und Geist, sondern dient auch dem Tier- und Umweltschutz.Immer mehr Menschen entscheiden sich verständlicherweise für natürliche Pflegeprodukte. Dabei spielen auch ethische Aspekte eine wichtige Rolle.
    NCS (Natural-Cosmetics-Standard) kennzeichnet Naturkosmetik für Mensch und Tier. Das Siegel etikettiert Naturkosmetik wie beispielsweise Shampoo, Lippenstifte oder Badezusätze.
    Produkte, die das NCS-Siegel tragen, wurden eingehend geprüft und erfüllen höchste Qualitätsansprüche. Sie bestehen aus natürlichen Ursprungsmaterialien, bevorzugt in Bio-Qualität.“

Hierbei finde besonders gut, dass sich dieses Siegel nicht nur auf den Menschen ausrichtet, sondern auch auf Tier und Umwelt.

Beim ‚The International Natural and Organic Cosmetics Association‘ finde ich das Leitbild so treffend: „NATRUEs Mission ist es, Natur- und Biokosmetik im Sinne der Verbraucher weltweit zu fördern und zu schützen.“ Und, das die Unternehmen in ihren Reihen haben, die auf eine hundertjährige Geschichte zurückblicken können und die zu ihren Konzepten stehen.
Damit soll es vorerst genug sein. Ich lade jeden gerne ein, sich nun selbst ein Bild zu machen und seine Meinung weiter zu bilden. Es ist ein Dschungel und das ist ja auch beabsichtigt, alleine wir, die das lesen und schreiben kennen den Weg hinaus und damit den Weg in eine bessere Zukunft.
Am Ende aller Betrachtung steht für mich das Wohlbefinden meiner Familie im Zentrum, wenn dies auch bei den handelnden Akteuren so ist, dann ist es noch nicht zu spät.

 

 

In diesem Sinne

Denkt mit eurem Herzen !

Eure Alex

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