Entspannung, kommt danach der Urlaubsblues?!

Hallo ihr Lieben,

fällt es Euch auch immer so schwer, zurückzukehren?

Im Urlaub bin ich immer sehr weit weg, wenn auch manchmal nur mit meinen Gedanken. Ich genieße meine Familie und das Glück was ich mit ihnen habe. In diesen Momenten wird mir oft klar, wie wenig wir doch eigentlich bräuchten um glücklich zu sein.

Im Urlaub kommen wir mit sehr wenigen Sachen aus – sicher, auch weil wir am Abend immer zusammensitzen und grillen; und das über mehrere Stunden. Einfach die Zeit und den Blick schweifen zu lassen und das wirklich schön, die Familie genießen. Selbstverständlich genieße ich meine Familie jeden Tag, jede Stunde und jede Sekunde im Jahr. Dennoch ist es im gemeinsamen Urlaub etwas völlig anderes.

Im Alltag geht es hauptsächlich ums versorgen, ums in die Schule bringen, um die täglich anfallenden kleinen und großen Hürden, die es zu meistern gilt. Es geht um das Training meiner Kinder – halt um alles was ich und der große Löwe unternehmen um unseren Kindern den Weg zu ebnen. Es geht aber auch um eine Vorbildwirkung, damit unsere Kinder nicht unbedingt unsere Fehler wiederholen – auch wenn das zu Erwachsen werden mit dazugehört.

All das fällt für mich unter dem Begriff ‚Liebe‘.

Im Urlaub dreht sich auch alles um Liebe, wenngleich auf einem völlig anderen Niveau – und das merken auch die Kinder bzw. reagieren sie darauf. Das ist für mich das eigentlich phänomenale. Auch im Urlaub geht es bei uns um den Ausgleich innerhalb der Familie. Also es ist nicht so, das sich alles um die Kinder dreht. Wenngleich sie ein Bestandteil des großen Ganzen sind.

Man selbst ist entspannter und das wirkt sich zwangsläufig auf die Kinder aus. Warum das nicht auch in den Alltag retten? Warum nicht mit weniger zufrieden sein? Mit weniger Sachen, mit weniger Dingen – die oftmals im Schrank ihr Dasein fristen. Vieles könnte man sparen bzw. sinnvoller einsetzen. Warum tun wir es nicht einfach?

Meine persönliche Antwort darauf:

Weil es um die Kinder geht. Um unterschiedliche Bedürfnisse und Entwicklungsstufen. Denen wir als Eltern gerecht werden sollten und müssen. Ein Beispiel: Wir könnten auch ohne Auto leben (im Moment kommen sie ja gewaltig in Verruf, was ich so nicht im Detail teile – schaut Euch mal den Vergleich mit Schiffen an…).
Ohne Auto könnten wir auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen, was ginge. Sicher, der Zeitaufwand wäre erheblich aber es würd gehen, wenn es gehen müsste.
Nun haben wir aber ein Auto und nutzen dies auch, gehen für den Unterhalt arbeiten und verdienen Geld…

Warum?!

Weil wir so mehr und intensiver Zeit mit unseren Kindern verbringen können. Der Zeitmehraufwand mit den ‚Öffentlichen‘ läge so um die 4-6 Stunden täglich. Zeit die wir sinnvoller verbringen und nutzen können. Nur…das wir diese Zeit auch tatsächlich nutzen und nicht vertrödeln.
Das alles engt uns ein, engt uns persönlich ein, da wir ja dafür einem „Herrn“ dienen müssen. Nur geht es nicht um mich alleine, sonst hätte ich meinen Kinderwunsch unterdrücken können – was mit einem Blick zurück mehr als dramatisch wäre, es wäre eine furchtbare Entscheidung gewesen.

Diese Entscheidung ‚für Kinder‘ bringt es aber mit sich, dass man sich sorgt (kleine Kinde kleine Sorgen – große Kinder große Sorgen). Nur ist das für mich keine Bürde, ganz im Gegenteil. Ein Lächeln das zurückkommt wiegt mehr als alles andere – es macht mich wahnsinnig glücklich und gibt mir die Kraft zum Aufbruch nach neuen Ufern.

Die Wahl zwischen einem ständigen „Urlaubsleben“ und die Wahl eine Familie zu managen muss damit nicht zwangsläufig in einem Blues enden. Hier bewundere ich meinen großen Löwen. Er hat es geschafft, dass er die Lücken in seinem Leben nutzt um sich zu erholen bzw. diese gezielt für die Familie nutz. Dabei hat er einen Job, der schwankt, wie er immer zu sagen pflegt zwischen „heute himmelhoch jauchzend und morgen zu Tode betrübt“. Auch wenn sich das jetzt dramatisch anhört.
Dieses nutzen der Lücken muss sich noch lernen, jedenfalls was die mentale Seite anbelangt. Alles andere klappt schon sehr gut.

Ich sehne mich trotzdem nach der Sonne, nach dem Stand, nach… aber diese Sehnsucht ist kein solch starkes Verlangen, das sich dahinter alles unterzuordnen hätte oder das es mich mental belasten würden. Nein, diese Sehnsucht lässt mich den Alltag besser zu gestalten, den Alltag besser zu nutzen, ihn zu genießen. Denn es sind die kleinen Dinge, die uns erfreuen und uns Halt geben.

Das Leben kann manchmal so einfach sein.

Wie geht es euch nach dem Urlaub, seit Ihr entspannt und voller Tatendrang oder seht Ihr euch zurück  ins Paradies.

Denkt mit Eurem Herzen,

Liebe Grüße Eure Alex

 

23 Idee über “Entspannung, kommt danach der Urlaubsblues?!

  1. Simone Orlik sagt:

    Hallo Alex, ich glaube, dass der Urlaub keine Entspannung vom Alltag sein sollte. Denn dann läuft im Alltag etwas komplett falsch. Ich finde es wichtig, sich Auszeiten im Alltag zu nehmen und sich immer wieder zu erden. Dazu gehört allerdings auch, bei manchen Dingen im Alltag mal Nein zu sagen. Muss ich meine Kinder im zum Training fahren? Muss ich zu jedem Fußballspiel mitfahren? Nein. Muss ich für jede Klassenfeier einen Kuchen backen? Nicht unbedingt. Und muss mein Haus immer so perfekt aussehen, dass ich sofort und jetzt Gäste reinlassen könnte? Finde ich auch nicht. Ich glaube, dass wir uns viel Stress selbst machen. Insofern ist mein Ziel immer, eine gute Work-LifeBalance zu finden. Viele Grüße, Simone

  2. Laura Topa sagt:

    Liebe Alex, das ist wirklich ein wunderschön geschriebener Beitrag – ich mag’s wie man beim Lesen deine Gedankenläufe mitverfolgen kann. Bei mir ist das immer so, dass ich mich wochenlang total auf den Urlaub freue und die Zeit im Urlaub dann so genieße, dass es genügt und ich mich dann wieder auf den Alltag freue. Man sollte sich den Alltag immer so gestalten, dass man zufrieden mit ihm ist und all die Dinge gern macht 🙂

    Alles Liebe,
    Laura von http://www.lauratopa.com 🙂

  3. L♥ebe was ist sagt:

    ohh ja, ich kenne dieses Gefühl zu gut! sobald ich mal länger als eine Woche weg vom (Arbeits-) Alltag bin, fällt es mir gar nicht leicht zurückzukehren … aber glücklicherweise überwinde ich das Gefüjl immer wieder recht schnell 😉

    hab eine schöne Wochenmitte meine Liebe,
    ❤ Tina von http://liebewasist.com

  4. Mona sagt:

    Hey Alex,

    schön zu lesen, wie sehr euch eure Kids am Herzen liegen <3 Der Idealfall wäre ja, dass man im Alltag genug Ruhe findet, um keinen Urlaub "nötig" zu haben. In der Realität gar nichts so einfach. Bei euch sind's die Kids, bei uns unsere Kunden (und ihre Projekte) und Coachees, deren Wohlergehen uns oft wichtig(er) ist. Wir machen auch viel zu selten Urlaub, nehmen uns jedesmal vor, dass das nächste Mal nicht mehr so viel Zeit vergeht… na ja. Wir arbeiten dran 😉

    Ganz liebe Grüße,
    Mona

  5. Jil sagt:

    Meine Urlaube dienen eigentlich nie der Entspannung, sondern als Chance Dinge zu tun, die ich sonst nicht tun oder erleben kann. Ich bin kein klassischer Strandurlauber, sondern gehe auf Entdeckungsreise, lerne neue Länder und Kulturen kennen. Nun habe ich auch keine Kinder. Wenn ich welche hätte sehe dies vermutlich anders aus. Jedoch brauche ich eigentlich immer eher Urlaub vom Urlaub 😉
    Lieben Gruß
    Jil

  6. Jacqueline sagt:

    Liebe Alexandra

    Wir lieben unseren Urlaub auch immer sehr und leben auch ganz anders im Alltag, wenn wir Urlaub haben!

    Ich schauen im Alltag schon auch, dass die Kids ruhe haben und wir nicht die ganze Zeit gestresst sind, aber leider ist das nicht immer so möglich, die Schule verlangt ja auch schon viel!

    Danke Dir für Deinen tollen Bericht, habe ihn sehr gerne gelesen!

    Hab einen schönen Tag!

    xoxo
    Jacqueline

  7. Daniel sagt:

    Hallo Alexandra,
    ich versuche ebenso wie Ihr den Urlaub mit meiner Familie in allen Zügen zu genießen und eine ausgeglichene Atmosphäre zu schaffen. Dennoch holt uns der Alltag nach den zwei gemeinsamen Wochen wieder ein und das Geld verdienen und die täglichen Belange der Kinder und der Frau stehen wieder im Vordergrund. Meine Frau und ich versuchen uns gegenseitig immer ein wenig Zeit zu verschaffen, damit der Partner abschalten kann und „zuhause ankommt“.
    In der Urlaubsfrage sind wir dieses Jahr dazu übergegangen, die Kinder bei den Großeltern abzugeben und nach dem „Familienurlaub“ einen Elternurlaub zu machen. Wir waren dann eine Woche auf Madeira und es war herrlich ruhig, romantisch und einfach traumhaft. Nichts gegen unsere Kids, aber das ist ein Tipp den ich geben kann – Ausprobieren, wenn es geht. Es hat uns gut getan.

    LG

    Daniel

  8. Sarah sagt:

    Ach der Urlaub. Da mache ich eben andere Sachen als in meinem Alltag, aber ich nutze ihn nicht um krampfhaft auszubrechen oder „zu entspannen“. Aber natürlich hat man da meist einen deutlich entspannteren Tagesablauf weil man sich ggf. nicht um Dinge wie Essen und Einkaufen kümmern muss (All Inclusive sei Dank :)). Zurück in den „Alltag“ komme ich dann trotzdem meistens wieder ganz gut. Ich genieße beide Seiten. 🙂

    Liebe Grüße
    Sarah

  9. Nadine von tantedine.de sagt:

    Das ist echt eine schwere Frage…es kommt immer ganz darauf an. Manchmal würde ich nachm Urlaub nur zu Hause bleiben und manchmal freue ich mich wieder auf die Arbeit. Generell freue ich mich aber immer auf zu Hause und mein eigenes Bett. Leider bin ich nach Flugreisen echt oft krank 🙁

    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

  10. Verena Schulze sagt:

    Oh ja … Ich könnte jetzt echt nochmal 6 Wochen Ferien haben! Ich kann immer nicht verstehen, wie die Mütter stöhnen wenn die Kinder lange zuhause sind. Für mich ist die Schulzeit stress. Ich mag nicht gerne antreiben, an Hausaufgaben erinnern und die anderen Pflichten. Ich fahre die Kinder ohne zu murren zum Tanzen oder Voltigieren – könnte mir aber auch was anderes für meine Zeit vorstellen. In den Ferien ist alles so easy und fügt sich. Das Gefühl hätte ich gern wieder nach der ersten Schulwoche!

  11. Avaganza sagt:

    Schöne Worte <3! Ich muss erst lernen "Lücken" zu nutzen … fällt mir ziemlich schwer. Meine Kinder bringen mich auch dazu von ihnen zu lernen und ich finde das sehr schön!

    Liebe Grüße und schönen Sonntag!
    Verena

  12. Nicoletta-Maria von natuerlichfrausein.at sagt:

    Liebe Alexandra,

    das sind schöne und vor allem auch sehr wichtige Gedanken, die du da mit uns geteilt hast. Oft vergessen wir im Alltag, wofür wir eigentlich das Hamsterrad am Laufen halten. Aber gerade meine Kinder lehren mich immer wieder, auf die kleinen Dinge zu schauen. Sie erkunden neugierig und wissbegierig jeden Schritt, den sie tun. Sie sind überall mit Eifer und Freude dabei. Und vor allem – sie lassen sich dabei nicht stressen! Alles Eigenschaften, die meiner Meinung nach sehr nachahmenswert sind. Immer wenn ich mich darauf einlasse merke ich, dass nicht nur meine Kinder etwas dabei gewinnen, sondern auch ich. Die kindliche Freude, Ausgelassenheit und das Leben im Augenblick.

    Dieses Jahr war übrigens Premiere bei uns. Wir haben das erste Mal geurlaubt, nachdem ich mich selbstständig gemacht habe. Und es war auch das erste Mal, dass mir die Rückkehr nicht „weh getan“ hat. Wenn der Beruf Berufung ist… 🙂

    Alles Liebe, Nicoletta

  13. Ronja sagt:

    Hallo liebes,
    ein schöner Post. ich mag deinen Schreibstil sehr. Dieses Jahr ist der Sommerurlaub nur so an mir vorbei geflogen. Ich hoffe, dass wird im nächsten Urlaub besser.

    Liebe Grüße
    Ronja

  14. Nadine sagt:

    Ich kenne den Urlaubsblues auch sehr gut. Zwar habe ich keine Kinder, aber du hast recht, wenn du sagst, dass es im Urlaub einfach anders ist… entspannter… mir weniger Zeugs
    Mit oder ohne Kinder – ich glaub da geht es vielen so. Aber man kann sich ja auf den nächsten freuen 😉
    LG Nadine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.