Ist Plastikvermeidung eine Ideologie?

Hallo Ihr Lieben,

wie Ihr wisst, ist Plastikvermeidung für mich ein Thema, das mich ständig bewegt und das auch dazu führt, dass ich meine Handlungen immer wieder überprüfe und auch anpasse. Gerade, was meine Tätigkeit als Unternehmerin betrifft.

Am Montag bin ich hier mal wieder hängengeblieben, weil das Thema Plastik dort schon sehr kontrovers diskutiert wurde. Die Runde war m.E. recht ausgewogen und es kamen durchaus wichtige Argumente, von allen Seiten. Denen sollte man sich nicht verweigern, denn Verweigerung hat noch nie zu Lösungen beigetragen.

Wer meinen Blog regelmäßig liest, der weiß, wie ich mich im Supermarkt verhalte. Nachahmenswert oder nicht, das muss jeder für sich entscheiden.

China nimmt keinen Plastikmüll mehr ab, Bali ruft den Notstand wegen Plastikmüll aus…und, und, und… Jeder von uns kennt diese Meldungen und ich will auch gar nicht großartig darauf rumhacken, denn ich will mich reflektieren.

Meine Internetfirma verkauft neben diversen Dienstleistungen u.a. auch Kosmetik und hier fängt mein ganz persönlicher Zweispalt an. Es gibt momentan keine erstzunehmende Alternative zum Plastik um Kosmetikprodukte zu verpacken. Also ich kenne keine, werde aber zum Ende meines Blogs auf zukünftige Alternativen eingehen. Denn das bewegt mich, das will ich, weil ich es ändern möchte.

Ich bin ein Fan von Prof. Michael Braungart und lass mich auch immer von ihm inspirieren. Vor allem liebe ich seine Selbstironie und seine offenen Worte. Hochinteressant und so wahr, dass es uns den eigenen Egoismus vor Augen führt.

Plastikverpackung vs. Glas für Kosmetikprodukte, was tun!?

Ich bin hier nicht wirklich hin- hergerissen. Denn eines ist schon mal klar, Glas ist immer besser als Plastik. Nur was ist mit den Emissionen, die der Transport verursacht. Gerade im Hinblick darauf, das Glas per se mehr wiegt als Plastik. Ich habe das mal in meine Rechercheabteilung gegeben, die sollen einmal versuchen, darauf eine Antwort zu finden.

Klar ist aber und das zeigen schon mal die Daten zum Mikroplastik, das Glas und damit Kosmetik im Glas eine Alternative ist. Wenngleich immer noch nicht zufriedenstellend.

Aber was sind die Alternativen? Ist Seetang das neue Plastik, nur ohne die ganzen schlechten Eigenschaften, die diese Vermüllung mit sich bringt.

Oder gehen wir den Weg Indiens, die folgendes tun. Ich zitiere: „Straßen aus Plastik in Indien Pflicht.

Indien hat die Europäer beim Bau von Straßen aus Plastikmüll überholt. Auf dem Subkontintent wurden in elf Provinzen inzwischen über 100.000 Kilometer Straßen mit wiederverwertetem Plastikmüll gebaut.

Die Inder setzen auf ein neues technisches Verfahren. Es wurde vom emeritierten Professor Rajagopalan Vasudevan von der Universität von Madras entwickelt. Der Chemiker schredderte Plastikmüll in maximal 2 mm große Partikel. Diese wurden bei der Bitumenherstellung beigemischt. Dabei schmelzen die Plastikpartikel und überziehen das Bitumen mit einer feinen Plastikschicht.

Das Verfahren hat verschiedene Vorteile. Statt 10 Tonnen Bitumen werden nur noch 9 Tonnen für einen Kilometer Straße benötigt. Pro Kilometer wird eine Tonne durch Plastikmüll ersetzt. Das spart Kosten und verwertet den Plastikmüll. Die Beimischung von Plastik zum Bitumen ermöglicht auch, dass die üblichen Maschinen zur Verarbeitung des Straßenbelags verwendet werden können. Die Plastik-Straßen sind zudem widerstandsfähiger als reine Bitumenfahrbahnen.

Die niederländische Firma KWS steckt dagegen weiter in der Pilotphase ihres Projektes fest. Das Unternehmen will ganze Straßenelemente aus recyceltem Plastik „backen“ und als System verlegen. KWS sucht weiter Partner für das Projekt. Es ist bemüht, technische Produktionsgenehmigungen einzuholen. Der einst für 2017 avisierte Prototyp (ein Radweg) soll nun 2018 realisiert werden. Mit Autos befahrbare reine Plastikstraßen sind allerdings noch ferne Zukunftsmusik.

Fazit: Die Inder sind beim Thema Plastikstraßen voraus. Das technische Verfahren ist so bewährt, dass die Plastikbeimischung im indischen Straßenbau inzwischen Pflicht ist.“ (Quelle: FB März)

Hierzu ein gibt es erschütternde Videos.

Es wäre zu schön, wenn wir hier gemeinsam als Gesellschaft weiterkommen würden. Wenn wir zum einem Möglichkeiten finden, Plastik sinnvoll zu verwerten und zum anderen in die Lage versetzt würden, das ganze Plastik aus dem Meer zu fischen.

Hier gibt es viele gute Ansätze bzw. Gedankenansätze, die alle ihr Für und Wider haben. Jeder hat da seine Ansichten. Am besten ist jedoch die Vermeidung oder zu mindestens die Verringerung von Plastikmüll bzw. deren vorherige Benutzung. Alles was nicht hergestellt wird, kann auch nicht zu Müll werden. Aber ich bin Realistin und deshalb eher der Verringerung und der Vermeidung zugewandt, wenngleich mich der ganze Müll weltweit erschrecken lässt.

Denkt bitte in diesem Zusammenhang an den 22. April, den Tag der Erde und lasst uns diesen Tag auf alle Tage im Jahr ausdehnen. Denn vom Gedenken wird unsere Erde nicht besser, nur vom Handeln.

In diesem Sinne

Denkt mit Eurem Herzen – Entdecke das Blaue in Dir.

Eure

Alex

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