Müllvermeidung ohne das der Geldbeutel explodiert

Müllvermeidung ohne das der Geldbeutel explodiert

Hallo Ihr Lieben,

mich bewegt seit einiger Zeit eine ganz bestimmte Frage. Wie kann ich kostengünstig Plastik vermeiden. In meinem letzten Beitrag ging es darum, dass ich radikal meinen Plastikmüll in den Geschäften lasse. Leider haben wir hier keinen dieser verpackungsfreien Geschäfte in der Nähe, sodass ich dies noch nicht ausprobieren konnte, bisher. Die Meinungen gehen diesbezüglich nicht stark auseinander, soweit ich gehört habe, werden die Geschäfte gut angenommen auch wenn sie wohl sehr preisintensiv sind.

Unser wöchentlicher Einkauf wird ganz normal bei den namhaften Supermärkten oder Discounter erledigt. Da wir ein Fünfpersonenhaushalt sind und somit einiges an Obst und Gemüse in der Woche benötigen.
Bewusst schließe ich Fleisch und Fisch aus, denn diese Artikel kaufe ich entweder direkt beim Fischer an einem nahegelegenen heimischen See, sowie das Fleisch beim Bio-zertifizierten Metzger.

Dass diese Möglichkeit nicht jeder um die Ecke hat ist mir bewusst aber man muss auf die Suche nach Alternativen gehen. Unser Fisch- und Fleischkonsum ist erheblich gesunken, nicht nur wegen dem Plastik, sondern auch dank unserer Kämpferin. Sie ist seit 2 Jahren Vegetariern, dieser Umstand hat auch bei uns viel verändert.
Wir denken mehr darüber nach was wir kaufen und wo wir es kaufen. Dennoch muss es zu unserem Alltag passen. Nicht alles was gut ist, ist auch praktikabel. Genau darum soll es in diesem Beitrag gehen. Radikal muss man manchmal sein um den Gegenüber aufzuwecken. Solange es Profit bringt, werden die Dinge genauso weiterlaufen wie bisher; aber wenn sie mehr Arbeit verursacht und weniger Gewinn werden die Dinge sich ändern.

Ich möchte auf das Thema Fertigprodukte eingehen, denn ich frage mich jedes Mal wenn ich vor der Tiefkühltruhe stehe ob es wirklich schneller geht eine Pizza tiefgefroren zu kaufen oder sie selbst zu machen. Ich kaufe diese Dinge nie, denn ich sehe nur den Müll der dabei entsteht und der Geschmack ist grausam. Also wie ich finde. Dennoch lässt sich ja bekanntlich über Geschmack streiten. Ein fertiger Pizzateig aus dem Kühlregal ist leider Plastikfrei nicht zubekommen aber es gibt, glaube ich, einige Backmischungen die super schnell gehen. Das wäre z. Bsp. eine Alternative, denn viele Backmischungen haben keine Plastikverpackungen – ob die gut schmecken kann ich leider nicht sagen. Wir machen unseren Teig immer selbst. Wie lange dauert es schon morgens schnell einen Hefeteig anzusetzen, ein Glas passierte Tomaten zu würzen und dann nach Lust und Laune zu belegen. Außerdem macht es riesigen Spaß, jeder kann seine Ecke so belegen wie man möchte. Den Kampf welche Pizza wie in den Ofen kommt hat man bei einem Blech nicht.

Ich schreibe Euch hier mein Grundrezept auf.

Nur als Gedankenanstoß, es gibt 100 verschieden Varianten von Pizzateigen und jeder hat seinen ganz speziellen Favoriten.

Pizzagrundteig für 4 Portionen:

450 g Mehl
1/2 Würfel Hefe, ca. 21 g
1 Prise(n) Zucker
15 g Salz
12 ml Olivenöl
250 ml Wasser, warmes
Alles zusammen zu einem glatten Teig rühren. Dann in 4 gleiche Teigkugeln formen und 3-4 Stunden ruhen lassen.

Den Teig bereite ich am Abend zuvor oder am Morgen zu. Ich mache immer ein wenig mehr und friere die Teigkugeln dann ein.

Das soll aber, wie gesagt, nur ein Ideenansatz sein.

Wer sagt ich kaufe eine Backmischung, nehme sich Dosen oder Gläser von zu Hause mit und füllt die Ware dann im Supermarkt um.

Eine Idee wie man Tiefkühlprodukte verpackungsfrei nach Hause bekommt habe ich leider noch nicht. Für Obst und Gemüse oder andere Dinge nehme ich kleine Stoffbeutel, die man waschen kann.

Zurück zum Thema Obst und Gemüse, nun sind wir ja in einer Jahreszeit angekommen in der es einem nicht besonders schwerfällt auf heimische Produkte zurückzugreifen. Wer will schon Pfirsiche essen, die erst im LKW oder auf dem Schiff gereift sind, wenn man Glück hat oder sie sind so hart und müssen zu Hause nachreifen.
Diese Pfirsiche schmecken nicht und haben auch sonst nichts Positives an sich das man sie unbedingt aus z. Bsp. Südafrika importieren müsse. Mit dem Spargel und den Erdbeeren hört für mich die „saure Gurken Zeit“ auf. Ach ja die lieben Erdbeeren, ich esse sie so super gern und habe tolle Kindheitserinnerungen an sie.

Riesige Erdbeerfelder kreuzten unseren Heimweg als Kind und wir haben gepflückt was das Zeug hält. Ich glaube, viele Kinder wissen heutzutage gar nicht mehr wie eine richtige Erdbeerpflanze aussieht, geschweige denn wie fantastisch diese frisch vom Feld schmecken.
Mit dieser tollen Beere wird leider unendlich viel Schindluder betrieben. Erst vor ein paar Tagen habe ich einen Bericht über Obst/Gemüsehändler auf Wochenmärkten gesehen die angeblich heimische Erdbeeren verkaufen und diese dann doch nicht so heimisch waren wie gedacht. Schlimm finde ich so etwas, wenn wir Verbraucher mit Absicht hinters Licht geführt werden.
Genau das ist der Grund warum ich sage, jeder muss seinen eigenen Weg finden. Viele ganz normale Discounter und Supermärkte bieten Produkte aus heimischen Gebieten an. Obst und Gemüse hat Saison, man muss nicht immer alles haben. Dadurch bekommen doch die Dinge erst ihren Reiz, als wenn immer alles verfügbar ist. Mir macht das keinen Spaß mehr, dass man immer überall alles bekommt. Unnütz und überflüssig finde ich das. Saisonale Produkte haben ihren Reiz, genau deswegen es gibt sie nur zu bestimmten Zeiten.

Schon seit längerem bin ich auf der Suche nach einer richtig guten Bioobst- und Gemüsebox, irgendwie kann ich mich nicht so richtig entscheiden. Leider sind Sie nie wirklich auf ein  Personenhaushalt ausgelegt.

Hat einer von Euch so etwas und ist damit zufrieden, das würde mich doch brennend interessieren.

Wie sind die Erfahrungen.

Ich freue mich auf Eure Meinung diesbezüglich und würde mich gerne austauschen. Habt Ihr es ausprobiert, das Verpackungsmaterial im Laden zu lassen?

Ich habe es ausprobiert und wie die Reaktionen waren gibt es bald hier auf dem Blog.

Denkt mir eurem Herzen

Eure Alex

 

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35 Idee über “Müllvermeidung ohne das der Geldbeutel explodiert

  1. Orange Diamond Blog sagt:

    Hallo Alexandra,
    ich kaufe regelmäßig auf dem Markt ein und habe da eine größeren Beutel und einen Rucksack mit! Dann radele ich glücklich und mit wenig Müll heim! Zum Glück habe ich es nicht weit 🙂
    Ich koche leidenschaftlich und kaufe Berge Gemüse.

    Liebe Grüße,
    Alexandra.

  2. Seraphina sagt:

    Ich kaufe auch immer mit einem Stoffbeutel ein und versuche komplett auf Plastiktüten zu verzichten. Für dein Problem mit dem Gemüse habe ich aber keine richtige Lösung.
    seraphinalikesbeauty.blogspot.de

  3. Anna sagt:

    Leider habe ich keine Lösung für dein Problem. Ich finde es super, dass ihr versucht, auf Plastikmüll so gut wie möglich zu verzichten. Manche Verpackungen sind nämlich wirklich sehr unnötig. Für den Einkauf nehme ich immer eine Tasche mit und greife nur sehr selten zu Plastiktüten. 🙂

    Liebe Grüße

    Anna 🙂

  4. Danie sagt:

    Toller Beitrag 🙂

    Wir machen unseren Teig immer Wasser, Mehl, Salz und Backpulver schon seit Jahren und lieben den schön aufgehenden Boden … Hefe benötigen wir dazu nicht 🙂

    Wir benutzen auch mehr wiederverwendbares wie zB Glasschüsseln, Papiertpüten usw.

    LG Danie von http://www.daaaniieee.at

  5. Jil sagt:

    Ich habe jeden Freitag einen Wochenmarkt direkt vor der Tür. Wenn ich es schaffe (er ist nur arbeitnehmerunfreundlich von 12:00 – 17:00 h) kaufe ich dort immer frisches Obst und Gemüse ein. Ansonsten versuche ich auch immer Plastik so gut wie möglich zu vermeiden. Gelingt aber leider nicht immer so gut. Dafür kaufe ich saisonales Obst auch immer nur zur Saison!
    Lieben Gruß
    Jil

  6. Sigrid Braun sagt:

    Ich vesuche auch, wo es möglich ist auf Verpackung zu verzichten. In meinem Kofferraum steht immer ein großer Karton und ein Einkaufskorb. Übrigens, Erdbeerfelder gibt es bei uns riesige und ich freu mich schon bald pflücken zu gehen.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  7. Nicole sagt:

    Ein super spannendes Thema. Auch wir beschäftigen uns immer mehr damit und beginnen, erste Dinge umzusetzen. Das fängt damit an, dass man mit einem Korb einkaufen geht und Obst/Gemüse nicht noch extra in diese Plastikbeutel packt. Inzwischen versuche ich Produkte, die wirklich unnötig aufwendig verpackt sind, gar nicht erst zu kaufen – Boykott ist da für mich der beste Weg.
    Wo wir jetzt als nächstes Alternativen probieren, ist der Kotbeutel vom Hund. Da gibt es inzwischen ja auch welche, die biologisch abbaubar sind – aber nicht alle sind wohl auch wirklich praktisch oder halten dicht. Mal schauen, was wir da für Möglichkeiten finden.

  8. Zhunami sagt:

    Danke für die tollen Tipps. Ich bin selbst seit vielen Jahren Vegetarierin, allein dadurch hat sich schon viel am Bewusstsein geändert. Wir versuchen auch so gut es geht, Plastik zu vermeiden. Ich finde es gut, dass z.B. REWE jetzt bald komplett auf Plastiktüten verzichten will.

  9. Melli sagt:

    Hi Alex,
    Ich habe das Glück in der Nähe einen unverpackt Laden zu haben. Dort kaufe ich öfter ein. Oder ich gehe mit dem Korb oder einer Stofftasche auf den Markt, um Obst und Gemüse zu kaufen. Den Rest kaufe ich leidet im Supermarkt.
    LG Melli

  10. Jasmin sagt:

    Sehr interessanter Beitrag, meine Mutter bekommt einmal die Woche eine lecker Gemüsebox von unserem Biomarkt. Und die Produkte sind wirklich mega lecker.
    Eine Obstbox gibt es natürlich auch.

    LG Jasmin

  11. Lisa sagt:

    Hallo,
    ein schöner Artikel! Ich lege auch Wert darauf, Müll zu vermeiden. In unserer Nähe gibt es einen „Unverpackt“ Laden, dort kaufen wir hin und wieder ein. Dann kaufen wir Fleisch und Milchprodukte im Hofladen und bestellen häufig Obst & Gemüse bei einem Biohof. Das wird dann in einer Kiste geliefert.
    Trotzdem haben wir für meinen Geschmack immer noch zu viel Müll.
    Liebe Grüße, Lisa

  12. Lia sagt:

    Ich finde es ja generell schlimm, dass man 10 Minuten vor Ladenschluss noch alles bekommt. Egal ob Gemüse, Obst, Fleisch oder Fisch. Ich würde auch gut mit einem System klar kommen, wenn es die Produkte nur auf Bestellung geben würde. Nicht nur der ganze Müll der entsorgt wird, auch die Lebensmittel die nach Ladenschluss im Müll landen – das hat kein Lebensmittel verdient.

  13. Nicole sagt:

    Ich fände es toll, wenn es mehr von den Läden gibt, bei denen wir auf Gläser und Tupperware zurückgreifen könnten. Früher war das doch auch immer so, schade das heute oftmals alles 3-fach Verpackt ist. Inzwischen achte ich mehr darauf, was ich kaufen und verzichte schon seit Monaten auf die Tüten im Supermarkt.

    Alles liebe

  14. Reloves.de sagt:

    Ich habe bis vor einem Jahr solch eine Gemüsebox bezogen. Dort konnte man auswählen, für wie viele Personen die Box sein sollte und welches Motto (z.b. stillbox ohne Zwiebeln und Kohl) Sie haben sollte. Es wurden ausschließlich saisonale Gemüse in die Box gegeben. Das fand ich gut. Beendet habe ich das boxabo weil ich irgendwann den Inhalt nicht mehr mochte. Eigentlich sehr schade! Nun kaufe ich mein Obst und Gemüse nur noch in einem speziellen Geschäft wo ich keine Plastik umpackungrn erhalte.

  15. Andrina sagt:

    Ein toller Artikel. Ich bin auch zunehmend von all diesem Verpackungsmüll genervt und versuche diesen auch weitestgehend zu vermeiden, was sich als äußerst schwierig erweist. Wenn es sich jedoch um Produkte handelt, die es entweder in Gläsern oder Tetrapacks gibt, greife ich immer auf die Gläser zurück. Den Großteil davon kann ich anderweitig wiederverwenden. Einen unverpackt-Laden gibt es zwar in der nächst größeren Stadt, aber die haben jetzt ausgerechnet in den Pfingstferien, wo ich auch Urlaub habe, Betriebsurlaub. Ansonsten sind die Öffnungszeiten nicht mit meinen Arbeitszeiten kompatibel, denn sonst hätte ich diesen schon mal ausprobiert.
    Liebe Grüße
    Andrina

  16. Stefanie* sagt:

    Toller Beitrag. Ich versuche mich auch im müllfreieren Leben. Stück für Stück stelle ich um. Super, dass immer mehr Leute bewusster werden… Weiter so

    Liebe Grüße , Stefanie*

  17. Sam Cadosch sagt:

    Super Beitrag!

    Ich persönlich achte sehr darauf, so wenig Plastik wie möglich zu kaufen. Früchte und Gemüse bekomme ich immer direkt vom Zwischenlieferanten und deshalb ohne Verpackung – wie’s sein soll 🙂

  18. leonpi sagt:

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  19. Iris sagt:

    Ganz schrecklich finde ich ja, dass mittlerweile Salat oder Bananen in Plastik eingepackt werden. Es wird immer mehr und mehr verpackt! Schrecklich! In Wien haben wir allerdings jetzt auch einen verpackungsfreien Supermarkt! Wenn es nur nicht so weit bis dahin für mich wäre. Ansonsten kaufe ich Obst und Gemüse gerne am Markt und nehme da meine eigene Tasche / Korb mit! LG iris <3

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