Kindertag, Internationaler Kindertag oder Weltkindertag

 

Hallo Ihr Lieben,

der Kindertag liegt nun schon einige Tage zurück. Zeit für mich, das ich mir dieses Thema mal etwas genauer ansehe. Zumal es ja augenscheinlich nicht nur einen Kindertag gibt. Das finde ich auf der einen Seite mehr als gut aber ich hinterfrage auch mal gerne die andere Seite der Medaille.

Kindertag Internationaler Kindertag oder Weltkindertag

Der 01. Juni als International Kindertag hat eine andere Historie als der Weltkindertag. Erstmals 1950 gefeiert geht er auf einen Beschluss der der Exekutive der Internationalen Demokratischen Frauenförderation unter der Losung „Für Frieden und Demokratie“ zurück. Und zwar aus dem Jahre 1949. Hauptsächlich wurde er wohl in den sozialistisch geprägten Ländern gefeiert, was sicher Sinn macht oder auch nicht, denn die Blöcke wollten ja immer auch abweichend unterschiedlich sein und jeder der Beste. Die Geschichte nahm seinen eigenen Verlauf.

Auf jeden Fall wurde dieser 01. Juni immer ganz groß gefeiert,

habe ich mir sagen lassen. Und so handhaben wir das nun auch heute in der Familie, denn den eigentlichen Weltkindertag, jeweils am 20. November gegangen, habe ich so nicht auf dem Schirm. Auch den deutschen Weltkindertag am 20. September habe ich so nicht in meinen Gedankengängen. Wer Kommerz dahinter vermutet liegt sicher nicht ganz falsch, wenn ich mir die Aussagen vom Deutschen Verband der Spielwaren-Industrie ansehe.

Mir ist das aber egal, denn ich brauche keinen besonderen Tag um an die Rechte der Kinder zu denken oder diese besonders hervorzuheben. Noch benötige ich andere „Feier“Tage um meine Werte und die meiner Familie zu reflektieren.

Ich habe in meiner Suchmaschine die Kombination „Kinder sind unsere Zukunft“ eingegeben und es ergaben sich mehr als 4 Mio. Treffer. Wow, scheint es wichtiges Thema zu sein. Für viele Politiker, für viele andere Menschen, für Verbände und Organisationen und noch viele mehr. Ich bin mir nicht ganz sicher aber ich denke da wurde eine Menger virtuelles Papier beschrieben und was noch viel schlimmer ist, auch eine Menge tatsächliches Papier. Dafür mussten Bäume sterben, die nun nicht mehr unseren Kindern zur Verfügung stehen.

Jeder hat etwas Kluges dazu zu sagen. Ich als Mutter kann nur eines dazu beisteuern und sehr es mir bitte nach, wenn ich schreie:

DANN HALTET EUCH DOCH AUCH EINMAL AN EURE SPRÜCHE!

Ich fange jetzt mal ganz, ganz klein an. Es sind derzeit wunderschöne Tage, mit wunderschönen Sonnenaufgängen. Die haben mich verleitet, dass ich meiner kleinen Löwin ein neues Fahrrad gekauft habe und wir fortan mit dem Fahrrad zu Schule fahren.

Wenn du so auf einem Fahrrad sitzt verändert sich deine Sicht rapide, auch auf die eigenen Handlungen. Also Rücksicht ist meistens ein Wunsch der unerfüllt bleibt. Warum auch! Der einfache Autofahrer hat evtl. meistens keine Kinder oder er/sie sitzt ja sicher in seinem/ihrem faradaysche Käfig. Gestattet mir bitte dieses Wortspiel aber ich habe den Eindruck, dass Autofahrer denken der faradaysche Käfig hat etwas mit Fahrrädern zu tun und alleine deshalb sind sie kompetent uns zu gefährden. Oder nein, sie gefährden uns nicht, sie wollen unsere Kinder auf das Leben da draußen mit vorbereiten. Jagen und gejagt werden.

Bitte lasst es sein, zum einem wissen wir Eltern selbst, wie wir unsere Kinder auf das Leben vorzubereiten haben und zum anderen reflektiert der Begriff die Forschungen von Michael Faraday.

Trotzdem muss auch ich mich ändern, muss ich Einfluss auf meine „fahrende“ Familie nehmen. Klar ist, wir gefährden niemanden aber wir sollten mehr Rücksicht nehmen, viel mehr Rücksicht und das nicht nur auf Kinder. Das jedenfalls nehme ich mir vor.

Ich sehe in so viele Autos und noch mehr haben ihre Smartphone beim Wickel.

Wer 50 km/h fährt legt in einer Sekunde knapp 14 Meter zurück. Das ist Wahnsinn, auch wenn man bedenkt, wie wenig noch immer passiert. Wenngleich über 3.000 Verkehrstote eine andere Sprache sprechen.

Also Leute 14 Meter in der Sekunde,

da ist schon das Einstellen des möglicherweise vorhandenen Navigationsgerät ein Risiko für die anderen Verkehrsteilnehmer. Apropos Risiko. Gerade kommt mein großer Löwe mit unseren Kindern vom Spaziergang zurück. Meine kleine Löwin ist völlig aufgelöst, ein Hund hat sie angesprungen. Nichts passiert aber trotzdem. Muss das sein. Ich habe großes Verständnis für alle die ein Haustier pflegen und mit diesem zusammenleben. Ich weiß, das sind richtige Familienangehörige. Aber muss ein anderes Familienmitglied ein Familienmitglied von mir verängstigen oder in Gefahr bringen. Doch wohl nicht.

Ein bisschen Rücksicht tut uns allen gut und mit Blick in die Zukunft erst recht. Und nicht nur auf unsere Kinder, auf alle Lebewesen und auch untereinander.

Diese zunehmende Verrohung und der Verlust von Sittsamkeit kotzen mich zunehmend an, machen auch nichts besser.

Das betrifft uns alle!

Denkt mir eurem Herzen

Eure Alex

 

12 Idee über “Kindertag, Internationaler Kindertag oder Weltkindertag

  1. Ben sagt:

    Das mit dem Hund muss ich sagen das es mit anderen Kindern auch passiert. Ich habe schon öfters gesehen das sich Kinder gegenseitig schupsen oder umschmeißen … muss ich jetzt auch an Kinder und deren Eltern appellieren damit diese ihre Kinder an die Leine nehmen und nicht mich oder meine kleinen verängstigen?

  2. Sigrid Braun sagt:

    Rücksicht wird leider sehr klein geschrieben, egal auf Menschen oder auch auf die Natur. Es gibt so viele kleine Dinge die schon ausreichen würden um etwas zu verbessern.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  3. Menna sagt:

    Dass die Rücksicht nicht eingehalten wird tut weh. Kein Wunder, dass wir uns deswegen hassen oder im schlimmsten Fall uns bekriegen wollen. 🙁

  4. Bo sagt:

    Hallo, wenn alle etwas Rücksicht nehmen, würden dass das Leben miteinander erleichtern, egal ob Erwachsenen oder Kinder.
    Liebe Grüße
    Bo

  5. Avaganza sagt:

    Liebe Alex,
    Ich kann dir nur recht geben – ich wohne nicht mehr in Wien, aber selbst bei uns kann ich mit den Kids nicht mit dem Fahrrad in den Kindergarten und die Schule fahren. Wir würden nicht entspannt ankommen, weil die Autofahrer es alles so eilig haben, dass sie nicht mal auf kleine Kinder Rücksicht nehmen. Und was die Hunde betrifft bin ich auch voll bei dir … ich selbst habe wirklich panische Angst … ich mag Hunde, aber wenn einer auf mich zuläuft bekomme ich Panik! Während meine Tochter (zum Glück) keine Angst hat, hat mein Sohn (4) auch sehr große. Ich werde nie verstehen warum Menschen ihre Hunde einfach herumlaufen lassen, vor allem bei Spielplätzen … und kann den Satz „der tut eh nichts“ nicht mehr hören!

    Hab einen schönen Abend!
    lg
    Verena

  6. Seija sagt:

    Liebe Alexandra,

    ich finde deinen Artikel wirklich gelungen – er regt zum Nachdenken an. Besonders das Thema Smartphone am Steuer finde ich so so kritisch. Zugegeben fühle ich mich schon schlecht, wenn ich an der roten Ampel einen Blick drauf werfe. Ich denke, wir können alle noch viel an uns arbeiten und mehr Rücksicht aufeinander nehmen.

    Liebe Grüße, Seija

  7. Danie sagt:

    Ach ich erinnere mich als ich noch klein war … Wie hatten auch immer einen Kindertag da durften wir einen ganzen Tag lang entscheiden welchen Ausflug wir machen, wohin wir essen gehen usw 🙂

    Gott sein Dank ist es bei uns am Land doch noch so, dass auf die Radfahrer geachtet wird und auch die kleinen Kinder sicher mit dem Fahrrad zur schule fahren können.

    LG danie

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