Pubertät erwachsen werden wie schwer ist es wirklich seine Kinder ziehen zulassen ?

Hallo Ihr Lieben,

wie soll ein Mensch das ertragen, ja das frage ich mich manchmal auch.

Meine Rebellin ist mitten in der Pubertät.

Das ist irgendwie auch so ein negativ behaftetes Wort. Was bedeutet das überhaupt? Ich glaube für mich bedeutet es Abnabelung. Irgendwie ist das schwierig, schwierig das eigene Kind ist plötzlich „anders“. Da kommt das Patchwork Problem wieder.

Sie ist nicht mein Kind. Macht das einen Unterschied für mich, für Sie? Ich weiß es nicht. Sie möchte Ihren eigenen Weg finden und gehen. Am Ende dieser Phase wird Sie ihn bestimmt auch gefunden haben.

Nur was machen wir bis dahin.

Sie hat einen wie ich finde, den wichtigsten Menschen vor kurzem verloren. Ich würde so gerne für Sie da sein. Kann es aber nicht. Ich würde Ihr so gern so viel sagen. Dass ich immer für sie da bin, dass sie mir wichtig ist, dass sie den größten Fehler Ihres Lebens macht. Oder machen wir den? Wie geht man damit um wenn man sich eingestehen muss, dass wir ihr nicht helfen können und sie es auch nicht möchte.

Wie ist das für meinen großen Löwen, festzustellen das wir oder besser er nicht der richtige ist ihr in dieser Phase ihres Lebens beizustehen. All diese Fragen schwirren in meinem Kopf herum. In den letzten Monaten habe ich mich oft gefragt ob das alles wirklich so schlimm ist und das andere Menschen ganz andere Probleme, Sorgen und Nöte haben. Wir sind gesund und haben alles was wir benötigen.

Dennoch bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es irgendwas mit mir, meiner Familie und meiner Ehe macht. Nur was? Ich war kein Kind von Traurigkeit in meiner Pubertät und meine Eltern haben auch viel mit mir aushalten müssen. Dennoch hatte ich immer einen Plan. Was ich wollte und was nicht. Hat meine Rebellin den auch? Ich weiß es nicht.

Die Hoffnung habe ich noch nicht aufgeben.

Ich glaube in der Pubertät geht es viel darum als Eltern den Kindern Raum für neue Rollen einzuräumen.

Dazu meinte mein großer Löwe, das er daran erst langsam ran geführt werden muss. Ist es als Vater anderes.

Ja ich glaube schon.

Ich bin nicht ihre richtige Mutter und habe vielleicht mehr Abstand zu ihr. Ich möchte Sie nicht drängen und dennoch muss sie doch irgendwie an die Hand genommen werden.

Sollen wir sie ziehen lassen.

Wohin und ist sie bereit für grausame WELT da draußen?

Irgendwann ist jede Phase vorbei, nur wann? Was ist bis dahin passiert? Warum geht sie nicht in die Schule und was versteht sie nicht daran, dass man in die Schule gehen muss bis zu einem gewissen Alter oder absolvierten Schuljahren. Was ist passiert, dass es erst so weit kommen konnte?

Haben wir sie zu sehr unter Druck gesetzt?

Setzt die Gesellschaft einen zu sehr unter Druck?

So viele Fragen und keine Antworten.

Schule, wie öde, es gibt andere Dinge die wichtiger sind. Na klar gibt es die, nur leider geht es ohne Abschluss nicht. Bin ich da zu altmodisch? Diese Frage stelle ich mir öfters. Vielleicht ist es besser ihr den Raum zu geben den sie braucht um sich selbst auszuprobieren. Das Problem an dem Raum ist leider das er immer größer wird, die Probleme immer mehr.

Habt Ihr Kinder in der Pubertät?

Sitzt Ihr auch manchmal abends auf der Couch und könntet weinen?

Ich bin irgendwie hilflos und das lähmt mich, in allem. Meine anderen Kinder brauchen mich. Sie haben es nicht verdient,

das ich Sie grundlos maßregele für Dinge die unter normalen Umständen nicht schlimm wären.

Die Nerven liegen blank und irgendwie habe ich das Gefühl das Sich nichts ändert. Wie in einem Hamsterrad. Ich renne und renne versuche Hilfe und Unterstützung zu bekommen. Die Menschen um mich herum haben teilweise Verständnis, teilweise nicht. Denn berechtigterweise haben wir es verbockt? Die anderen können doch nichts dafür, dass es so ist wie es ist. Mir ist es unangenehm in so einer Situation zu sein. Was denken die anderen? Können wir unser Kind nicht erziehen? Ist unsere Erziehungsmethode falsch? Hätte ich mich in unserem Patchwork Modul früher durchsetztem müssen, mehr auf Konfrontation mit der anderen Partei? Wäre es dann anders gekommen?

Mich würde Eure Meinung dazu Interessieren.

Habt Ihr auch solche Fragen oder sogar Antworten im Kopf.

Hat es euch interessiert möchtet Ihr wissen wie es weitergeht?

 

Denkt mit Eurem Herzen – Entdecke das Blaue in Dir!

Eure Alex

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12 Idee über “Pubertät erwachsen werden wie schwer ist es wirklich seine Kinder ziehen zulassen ?

  1. Jana Kalea sagt:

    Liebe Alex,

    wow, ein toller Text zu einem schwierigen Thema, zu dem ich kaum etwas sagen kann, da ich selber noch näher an meiner eigenen Pubertät als an pubertierenden eigenen Kindern dran bin.

    Was ich allerdings sagen kann ist, dass diese Zeit irgendwann vorbei geht. Mein Stiefvater hat mich damals tierisch genervt und auf das ganze Patchwork-Konzept hatte ich wenig Lust. Aber ein paar Jahre später sieht man das, auch als ehemals pubertierende ganz anders. 🙂

    Liebe Grüße
    Jana

  2. Filiz sagt:

    Ich habe gerade auch ein Kind in der Pubertät, aber ich muss zugeben, ich sehe das locker. Es läuft, wie es läuft, und irgendwann gehen sie ihr eigenes Leben. So soll es ja auch sein, die Aufgabe der Eltern ist, sie gut ausgerüstet ins Leben einzuführen. Und dazu gehört auch die Kommunikation. Warum kannst du ihr nicht sagen, was du ihr sagen möchtest? Es kommt oft nur darauf an, wie man es rüber bringt. Und selbst wenn sie es jetzt nicht versteht, sie wird zumindest registrieren, dass sich jemand Sorgen macht, dass sie jemandem wichtig ist.

    Zu dem Thema Schulabschluss:
    Ich war früher die wohl größte Liebhaberin von Schule (ja, auch als Schüler) und geordneten Verhältnissen und Zukunftplänen und all so was. Und doch musste ich mir irgendwann eingestehen, dass der Schulabschluss an sich weder etwas wert ist noch wirklich gebraucht wird, es sei denn, man möchte studieren. Auch Zukunftpläne ändern sich mit der Zeit, Prioritäten verschieben sich durch einen selbst oder durch äußere Einflüsse. Aber all die Probleme, an die man dabei denkt, lösen sich meist in Luft auf, wenn man seinen Weg gefunden hat und glücklich ist.

    Ich wünsche euch alles Gute für die teils schwere Zeit und danach…
    Liebe Grüße,
    Filiz

  3. Melli sagt:

    Hi Alex,
    schwieriges Thema. Ich denke, man muss Jugendlichen schon einen gewissen Freiraum zugestehen, ihnen gleichzeitig aber auch verständlich machen, dass es auch gewisse Dinge gibt, an die man sich halten muss. Eine gute Schulausbildung ist so etwas zum Beispiel. Sie ist für das spätere Leben entscheidend. Man sollte dorthin gehen, auch wenn man im Moment darauf keine große Lust hat. Die Phase haben wohl die meisten irgendwann in ihrer Schulzeit erlebt.
    Andererseits denke ich auch, dass es gerade in der Pubertät wichtig ist, dass die Kinder wissen, ihre Eltern sind weiterhin für ihre Kinder da und stehen hinter ihnen.
    Das richtige Maß zu finden zwischen Freiraum lassen, aber trotzdem noch auf die Grenzen hinzuweisen, ist sicherlich nicht immer leicht. Ich denke, es bringt auch nichts, wenn du dir in deiner Situtation Gedanken machst, ob etwas in der Vergangeheit anders gelöst hätte werden sollen. Entscheidend ist das Jetzt, die Vergangenheit kann man nicht mehr ändern.
    Ich wünsche dir weiterhin starke Nerven 😉
    LG Melli

  4. Ramona sagt:

    Wahnsinnig emotionaler Beitrag! Ich selbst habe bisher noch keine Kinder, mein Partner und ich denken aber gerade darüber nach. Über die Pupertät haben wir auch bereits gesprochen, sicherlich eine schwierige Zeit. Aber diese geht auch vorbei. Versuche immer das Positive an deiner Situation zu sehen, dann geht es deiner Seele besser.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und alles Liebe!
    xx

  5. Denise sagt:

    Meine Tochter ist zwar noch nicht in der Pubertät aber ich kann mich noch ganz gut an meine eigene erinnern!
    Beim Abschluss machen muss ich dir recht geben-das ist sehr wichtig! Aber auch ich hatte so das ein oder andere Jahr wo ich viel geschwänzt habe-trotzdem habe ich alles immer ohne Nachprüfung oder Sitzen bleiben geschafft und meine Matura problemlos gemeistert! Die meisten jungen Leute testen neue Grenzen aus aber bei fast allen (wenn sie -so wie es bei euch ist -einen guten Familienrückhalt haben) ist es so, dass sie dann schon den Punkt erkennen wo es wirklich genug ist und wieder der Ernst des Lebens gilt! Bei Liebeskummer usw. kann man leifer nichht helfen, das sind Erfahrungen die jeder selbst machen muss und da sollte es dich selbst nicht so bedrücken, dass du nicht viel tun kannst. Wenn sie reden möchte, kommt sie von selbst und wenn nicht, solltest du sie auch lassen. Es ist immerhin ein Prozess der Abnabelung und des selbstständig werden-eben auch der Punkt dass man lernen muss einen eigenen Weg zu finden weil irgendwann eben keine Eltern mehr da sind die einem helfen können.

    Viele Grüße und alles Liebe
    Denise von
    http://www.lovefashionandlife.at

  6. Nadine sagt:

    Hey, wir sind noch nicht in dieser Phase. Mein ältester ist erst 7 geworden. Zwar nabelt er sich ein wenig ab mit frei rausgehen und ohne uns auf dem Spielplatz etc. Aber ich wäre glaube auch noch nicht bereit dafür. Ich hoffe das ich das noch lange so genießen kann und lass es dann auf mich zukommen.
    LG Nadine

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