Blogparade Kindereigenschaften – Warum ich meine Kinder beneide.

Die Kinder sind die wirklichen Lehrmeister der Menschheit.“

Rosegger (1843-1918)

Hallo Ihr Lieben,

als Romy von Idea4Parents zu dieser Blogparade aufrief war ich sofort Feuer und Flamme. Da mache ich mit, meine erste Blogparade und ich freue mich sehr auf diese neue Erfahrung.

Um was beneide ich meine Kinder, oh um Ihre Kindheit.

Darum, dass sie noch alles vor sich haben und jedes Kapitel

ist noch offen – das Buch ist nicht geschrieben – die leeren Seiten – so unendlich viele Möglichkeiten zu haben.

 

Aber der Reihe nach, Kindheit von wann bis wann ist die eigentlich und sind wir nicht alle Kinder, unser ganzes Leben lang? Wann hören wir auf Kinder zu sein?

Ich habe tolle Eltern und verdanke ihnen so viel und vor allem, dass ich meine Träume leben durfte egal was sie davon hielten oder halten. Sie unterstützen mich immer (Nicht immer freiwillig aber naja so ist das eben).

Wo fang ich den jetzt am besten an.

Wie ihr vielleicht wisst, ich habe ich drei Kinder, die sind so verschieden von ihrem Wesen und doch so gleich.

Meine Kinder sind richtige Quatschtüten und lachen und albern so gerne rum vor allem mit meinem Mann. Daher haben Sie dieses Gen, stundenlang vor dem Spiegel stehen und Grimassen ziehen. Wenn ich dieses ausgelassene Lachen höre fühlt sich plötzlich die ganze Welt so leicht und einfach an. Sie bleibt stehen und bekommt eine ganz andere Gewichtung. Das Leben so zu nehmen wofür es da ist. Lachen – genießen – einfach Leben. Nicht so viel Nachdenken, einfach machen.

Meine kleine Löwin sagt manchmal zu mir, Mama warum bist du so aufgeregt. Das ist meistens in Situationen, in den ich der Sklave der Zeit bin und alles auf einmal passieren muss. Das passiert sehr oft, Prioritäten setzten fällt mir schwer. Es muss immer alles auf einmal sein und dann schafft man doch nur die Hälfte oder alles aber nichts richtig. Meine kleine Löwin hat eine wunderbare Gabe, die Fantasie. Das ist ihre Welt. Dafür braucht sie nur sich und niemand anderen. Einfach wegträumen. Das Leben einfach gestalten. Darum beneide ich sie sehr, deswegen wünsche ich mir für sie, dass sie sich diese Gabe solange wie möglich erhält. Ganz nach dem Motto von Pipi Langstrumpf: „Ich bau mir die Welt wie sie mir gefällt!“.

Jeder braucht in seinem Leben einen gefahrlosen Krieger und genau diese Rolle übernimmt mein kleiner Löwe. Angst, nein was ist das. Mama davon habe ich noch nie gehört. Ich schaue einfach mal was die Welt so für mich bereithält. Schwups ist er weg. Damit meine ich nicht nur mal kurz, sondern richtig. Er hat so ein Urvertrauen in alles und jeden, das ist Wahnsinn. Keine Angst, keine Bedenken, ganz ohne Vorurteile einfach drauflos. Was soll schon passieren und wenn doch was schief geht ich weiß es kommt jemand und rettet mich. Denn ich werde bedingungslos geliebt. Darum beneide ich meinen kleinen Löwen einfach, dem anderen zu vertrauen ohne ständig und immer alles zu hinterfragen oder gleich vom schlimmsten auszugehen. Dem gegenüber nicht in eine Schublade zustecken, sondern den anderen so zu akzeptieren wie er ist.

Ich finde in der heutigen Zeit wird immer viel zu schnell geurteilt und das nur, weil man andere ist oder nicht so wie die Masse. Vielleicht möchte man überhaupt nicht so wie die Masse sein. Wollen wir nicht alle besonderes sein. Ich wünschte mir für mich, ich würde manchmal nicht so schnell urteilen.

Wann hat es eigentlich angefangen kompliziert zu werden? Das frage ich mich schon seitdem ich angefangen habe diesen Artikel zu schreiben.

Die Kämpferin in unsere Familie hat schon einiges erlebt. Sie ist 19 Jahre alt und auf dem besten Wege eine wundervolle junge Dame zu werden. Wer bin ich, was möchte ich sein. Diese Phase im Leben empfinde ich als eine große Herausforderung. Wie möchte ich sein, wie möchten die anderen das ich bin. All diese Fragen für sich selbst zu beantworten fällt manchmal nicht leicht.

Abnabelung – sich bewusst von den Eltern zu distanzieren.

Eigene Entscheidungen zu treffen und dazu zu stehen. So fängt das „Erwachsenenleben“ an. Ist das die Grenze, wenn wir unsere Fähigkeiten und die Gelassenheit aus unserer Kindheit aufgeben. Lernen wir sie aufzugeben oder doch nur zu verstecken.

Lasst sie uns wieder rausholen.

Heute früh sind wir wie jeden Morgen in die Schule gefahren, auf einmal sagt die kleine Löwin zu mir: „Mama schau mal da vorne, da ist das Schlaraffenland. Kennst du das Schlaraffenland? Weiß Du was es dort alles gibt? Ich weiß es, es ist toll, es gibt Zuckerwatte als Wolken verkleidet. Süßigkeiten die von den Bäumen hängen, wenn man den Mund aufmacht fließt Milch und Honig hinein. Alles ist Rosa und Blau und die Menschen die dort wohnen sind einfach nur glücklich. So wie wir!“

Das Leben ist so wunderschön mit all seine Fassetten, einfach mal wieder etwas mehr Kind sein und die Welt mit Kinderaugen sehen. Die Möglichkeiten nutzen die wir haben.

Das Schlaraffenland gibt es wirklich, es ist das Leben. Denn kein Moment kann so kurz sein, dass er nichts Gutes an sich hat.

In diesem Sinne, lasst die Welt Euch verzaubern und nicht andersrum.

Denkt mit Eurem Herzen – Entdecke das Blaue in Dir!

Eure Alex

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27 Idee über “Blogparade Kindereigenschaften – Warum ich meine Kinder beneide.

  1. Francy sagt:

    Sehr schön geschrieben und ich werde es mir in Zukunft wieder mehr zu Herzen nehmen! Ich freu mich jetzt schon auf den Moment wenn meine Kinder mir mal den Tag versüßen 🙂
    Liebe Grüße
    Francy

  2. Marina - ideas4parents sagt:

    Liebe Alex,
    was für ein wunderschöner Artikel!
    Vor allem deine Gedanken am Schluss gefallen mir sehr, sehr gut.
    Vielen Dank, dass du bei unserer Blogparade mitgemacht hast.
    Liebe Grüße
    Marina von ideas4parents

  3. Frank sagt:

    Wow…schön geschrieben, es erinnert mich an die Zeit als meine beiden noch klein waren und ich aus dem Erwachsen sein herausgerissen wurde. Ich bewahre mir mein kindlich sein, und damit lebe ich viel besser.
    LG Frank

  4. Menna sagt:

    Mir gefällt dein Schreibstil ganz gut. 🙂 Also, ich bin zwar nicht Mutter (habe ich nie vor!) und kann daher „meine Kinder“ nicht beneiden. Aber dafür beneide ich mein jüngeres, kleinres Ich, da es keine Ahunh von Stress, Verantwortung übernehmen und Druck hat. 🙁

  5. Nessi sagt:

    Wie wunderschön du das geschrieben hast.
    Ja ich beneide Kinder auch immer wieder. Sie müssen nicht über Rechnung nachdenken, oder welchen Job man nimmt. Einfach auf den Spielplatz gehen und Schaukeln.
    Traumhaft schön.
    Dennoch wissen wir Erwachsenen, dass Kinder auch unseren Stress mit bekommen. das weiß ich sogar als nicht Mama 🙂

    xoxo Nessi

  6. Lisa sagt:

    Hallo,

    so ein schöner Artikel! Und ja, es stimmt: Von den Kindern (und ihrer Sicht auf die Dinge) kann man sich eine Scheibe abschneiden! Sie haben oft eine bessere Sichtweise auf viele Dinge als wir.

    Liebe Grüße, Lisa

  7. Avaganza sagt:

    Liebe Alex,

    so ein wunderschöner Blogpost <3! Ja, du sprichst mir aus der Seele … schön geschrieben. Ich habe selbst 2 kleine Zwerge und ich halte oft innen und staune, wie spontan und absolut aus dem Herzen Kinder agieren … da gibt es keine Vorurteile … und filtern der Gefühle. Einfach wunderschön … und viel zu kurz weil wir Erwachsenen und das Umfeld in dem unsere Kinder groß werden, einfach sehr schnell anfangen die Kleinen zu lenken und mit Regeln und Normen zuschütten. Ach, es gibt viele Dinge, um die ich meine Kleinen beneide.

    Genieße die Zeit <3!
    Verena

  8. Kat sagt:

    Das ist ein schöner Artikel. Wie spielerisch du so eine schöne positive Botschaft rüberbringst. Ich mag besonders gern den Spruch „Sei Pippi, nicht Annika!“ Danach sollten wir alle leben.

    Liebe Grüße
    Kat van Himbeeren | http://vanhimbeeren.de

  9. Elisa sagt:

    Ein wirklich toller Artikel rund um die Kindheit. Ich versuche mir immer das Kind im Herzen zu bewahren, um so auch entspannter durch die Welt gehen zu können. Gerade bei meinen Neffen bin ich auch immer wieder fasziniert, wie sie einzelnen Dinge ganz anders wahrnehmen – einfach schön!

    Liebst, Elisa von http://www.elisazunder.de

  10. Katta sagt:

    Eine sehr schöner und durchaus positiver Eintrag! In letzter Zeit habe ich anscheinend zu oft Einträge auf anderen Blog gelesen, wie sehr sie von ihren Kindern genervt sind usw. da ist es auch schön zu lesen, dass es auch Menschen gibt dich sich dessen bewusst sind, wie wundervoll das Leben mit Kindern doch eigentlich ist!

    Allerliebste Grüße,
    HOLYKATTA || INSTAGRAM

  11. Juli sagt:

    Wunderbarer Beitrag. Ich sag immer, ich möchte nochmal Kind sein aber mit dem Wissen von heute um einige Fehler nicht mehr zu machen aber sicherlich macht man dann andere. Ansonsten will ich eigentlich nicht mehr Kind sein!

  12. Salvia von Liebstöckelschuh sagt:

    Ich muss gestehen, ich beneide meine Tochter manchmal überhaupt nicht. Vor allem dann nicht, wenn ich mir die Krisenherde auf der ganzen Welt ins Bewusstsein rufe. Dann hoffe ich nur…
    Habe natürlich schon verstanden, weswegen du deine Kids beneidest 😉 – nur bei mir schleicht sich für die nachfolgende Generation immer mehr ein Bedauern rein ^^
    LG
    SvL

  13. Frank sagt:

    Also ich habe das leben mit meinen Kindern jeden Tag genossen, und auch heute noch. Sehr schöner Beitrag, gefällt mir sehr gut.
    LG Frank

  14. Cynthia sagt:

    Was für ein schöner Artikel…weißt du wie andere Menschen darauf reagieren, wenn man sich etwas Kind behält – sie lachen, vielleicht aber nur, weil sie neidisch oder unsicher sind. Und so erfreue ich mich weiter an kleinen Dingen und glaube an große Wunder – oder so ähnlich 😉

  15. Denise sagt:

    Es ist schon beneidenswert wie Kinder die Welt so sorglos sehen und einfach noch leben! Für mich ist bis heute noch immer der Zauber von Disney der Punkt welcher mich wieder ein sorgloses Kind sein lässt und das sind die Momente in der die Welt mich verzaubert und eben nich umgekehrt! Also irgendwie bleiben wir meiner Meinung nach schon in gewissen Momenten schon ein leben Lang Kinder!

    Viele Grüße
    Denise von
    http://www.lovefashionandlife.at

  16. Sigrid Braun sagt:

    Ein wirklich sehr schöner Beitrag. Ich habe die Zeit und die leider unwiderbringlichen Momente mit meinen Kindern immer sehr geliebt und das tue ich auch heute noch. Sie sind längst erwachsen und haben eigene Kinder aber für mich sind sie immer meine Kleinen, dass wird sich auch nie ändern.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  17. Avaganza sagt:

    Ein wunderschöner Beitrag-Danke :-)! Die Unbeschwertheit und Kreativität deiner Tochter ist wirklich eine schöne Gabe ❤️! Schade dass wir diese meistens irgendwann verlieren-die hätte ich auch gerne!

    Liebe Grüße
    Verena

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