Der Pflanzenkalender – drei wunderbare Pflanzen im November

Blogbeitrag Margreblue GmbH

Jeder Monat hat seine schönen Seiten – auch der November verfügt über bezaubernde und einzigartige Momente. Man muss nur genau hingucken. Noch tragen die Bäume Blätter in allen möglichen Schattierungen, bevor die Herbststürme sie endgültig wegpusten. Erfreuen wir uns doch daran, wie wieder Platz für Neues geschaffen wird. Gönnen wir der Natur einfach eine Ruhepause, einen Winterschlaf. Umso herrlicher wird das Erwachen im Frühjahr, wenn die Pflanzenwelt wieder zu neuem Leben erwacht. Genießen wir doch jetzt die dunkle Jahreszeit und richten unsere „Höhle“ gemütlich ein. Vielleicht denken wir dabei auch an die Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns, und versuchen, ihnen ein wenig zu helfen. In der Vorweihnachtszeit gibt es so viele Möglichkeiten, Gutes zu tun. Wie wäre es zum Beispiel mit selbst gebackenen Plätzchen, über die sich jeder freut. Oder einer individuellen Teemischung für liebe Menschen … Auch für den Monat November haben wir wieder drei besondere Pflanzen für Sie ausgesucht …

  1. Feld-Mannstreu (Eryngium campestre)

Feld-Mannstreu wurde schon von den römischen und griechischen Ärzten als wirksames Heilmittel geschätzt. Verwendet werden die Wurzeln und das Kraut, wobei die Heilwirkung der Wurzeln größer ist. Die Pflanze wächst im Mittelmeerraum, Mitteleuropa, Südengland, Mittelrussland, Persien und Afghanistan primär auf trockenen Böden. Die Sammelzeit für das Kraut ist von Juli bis August und für die Wurzeln die Monate März bis Mai und September bis November.

Da der Feld-Mannstreu besonders geschützt ist (Bundesartenschutzverordnung), sollte die Heilpflanze aus der Apotheke oder dem Naturkostladen bezogen werden.

Inhaltsstoffe Wurzeln:

Saponine, Chlorogensäure, Rosmarinsäure, Dihydropyranocumarindenderivate, Monoterpenglycoside

 

Inhaltsstoffe Kraut:

Saponione, Chlorogensäure, Rosmarinsäure

Wirkung Wurzeln:

Antibakteriell, antimykotisch, durchblutungsfördernd (Unterleib), schleimlösend, wassertreibend, krampflösend.

Wirkung Kraut:

Antibakteriell, antimykotisch, durchblutungsfördernd (Unterleib), wassertreibend.

Verwendung Wurzeln:

Aphrodisiakum, Abstillen, Entzündungen der Harnwege, Nierenkoliken, Nierenentzündung, Bronchitis, Ausbleiben der Periode bei jungen Mädchen.

Verwendung Kraut:

Entzündungen der Harnwege, Bronchialkatarr, Prostataentzündung.

  1. Immergrün, kleines (Vinca minor)

Immergrün wurde bereits in den alten Kulturen als Heil- und Schutzpflanze verwendet. Wie der Name schon andeutet, trägt die Pflanze das ganze Jahr über ihr grünes Laub und wurde deshalb schon früh mit Unsterblichkeit gleichgesetzt. Das Kleine Immergrün galt in früheren Zeiten als Schutz- und Zauberpflanze.

Immergrün enthält bis zu 40 verschiedene Alkaloide und ist deshalb eher für erfahrene Pflanzensammler geeignet. Die Schulmedizin nutzt zum Beispiel Vinca-Alkaloide für Medikamente gegen Leukämie.

Die Pflanze wächst in Mittel- und Südeuropa, Kleinasien und in den Schweizer Alpen bis ca. 1300 m Höhe in Laub- oder Buchen-Mischwäldern.

 

 

Inhaltsstoffe:

Über 40 Alkaloide (hauptsächlich Andol-Alkaloide), Terpene, Phenole, Phenolvcarbonsäuren, Flavonoide.

Wirkung:

Antibakteriell, entzündungshemmend, adstringierend, blutungsstillend, blutdrucksenkend, durchblutungsfördernd, krampflösend, tonisierend, zytotoxisch, entzündungshemmend.

Verwendung:

Das Alkaloid Vincamin wird zur Behandlung von Leukämie eingesetzt, da es das Wachstum weißer Blutkörperchen hemmt.

Von einer Eigentherapie wird abgeraten. Das Bundesgesundheitsamt hat 1987 die Zulassung für Medikamente, die Immergrün enthalten, widerrufen.

  1. Kalmus (Acorus calamus)

Kalmus wurde bereits im Altertum als wirkungsvolle Heilpflanze sehr geschätzt. Im alten Ägypten zum Beispiel galt das „Heilige Rohr“ als das beste Mittel gegen diverse Beschwerden und Krankheiten. Und sogar in der Bibel wird die Pflanze mehrmals erwähnt.

Zu beachten ist bei Kalmus Folgendes:

Die Pflanze kann krebserregendes Beta-Aseron enthalten. Dieses ist mit dem halluzinogenen Alkaloid Mescalin vergleichbar. Besonders viel von dem gefährlichen Stoff ist in den Kalmuswurzeln aus Indien und China enthalten (Jammu-Qualität). Europäischer Kalmus (var. Vulgaris) enthält deutlich weniger Beta-Aseron und der Nordamerikanische Kalmus (var. Americanus) ist vollkommen frei von dem Gift. Bei der Verwendung von Kalmus sollte deshalb unbedingt auf die Herkunft geachtet werden. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kauft Kalmus in der Apotheke oder im Bioladen.

Die Pflanze wächst häufig an den Ufern von Seen und Bächen und auf sehr feuchten Wiesen. Geerntet werden kann die Kalmuswurzel im März oder von September bis November.

Inhaltsstoffe:

Ätherische Öle, Cholin, Gerbstoffe, aromatische Bitterstoffe, Schleimstoffe, Methylamine.

Wirkung:

Antibakteriell, antioxidativ, immunsuppressiv, krampflösend, reizlindernd, appetitanregend, krebszellhemmend, tonisierend, gegen Blähungen, nervenstärkend.

Verwendung:

Die Kalmuswurzel wird bei folgenden Beschwerden und Krankheiten verwendet: Anorexioa nervosa, Blähungen, Appetitlosigkeit, Krämpfe im Magen-Darm-Trakt, Stress, Verdauungsbeschwerden, Hypertonie, Kopfschmerzen, zur Raucherentwöhnung.

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