Der Pflanzenkalender – drei wunderbare Pflanzen im Oktober

Blume

Der Herbst ist eingezogen … es ist deutlich kühler geworden und Wind und Wolken vertreiben den Sommer für dieses Jahr aus unseren Gefilden. Der milde Altweibersommer hat Platz gemacht für heftige Herbststürme, die das bunte Laub von den Bäumen pusten. Regen, Wind und Sonne treiben ihr lustiges Spiel – manchmal sogar gemeinsam. Nun beginnt für die meisten von uns die Zeit der gemütlichen Stunden zu Hause. Es werden die ersten Plätzchen gebacken und dann bei einer guten Tasse Tee zusammen mit der Familie oder Freunden genossen … herrlich. Und wenn sich dann wieder einmal die Sonne zeigt, können Sie auch im Oktober auf Pflanzenpirsch gehen. Die Natur-Apotheke hält das ganze Jahr über viele Kräuter bereit, die Sie für Teemischungen oder zum Verzehr verwenden können. Für den Oktober haben wir wieder drei besondere Pflanzen für Sie ausgesucht …

  1. Liebstöckel (Levisticum officinale)

Liebstöckel wird bereits seit der Antike für die schmackhafte Zubereitung von Gerichten genutzt. Heutzutage ist die Pflanze als „Maggigewürz“ bekannt. In der Küche dient sie primär als Suppengewürz. Und ihre vielseitigen Wirkungen als Heilpflanze sind schon seit längerer Zeit bekannt. Ursprünglich stammt die Pflanze aus dem Nahen oder Mittleren Osten. Sie ist in Europa nicht wild ansässig, wird aber in Kräuter- und Gemüsegärten angebaut. Die Sammelzeit für die Wurzeln ist der Oktober, für das Kraut die Monate Juni/Juli und für die Samen der Spätsommer.

Inhaltsstoffe:

Ätherische Öle, Polyine, Zucker, Apfel- und Angelicasäure, Monoterpene, Ester, Kumarine

Verwendung:

  • Die vielen wertvollen Inhaltsstoffe helfen bei der Behandlung diverser Beschwerden und Krankheiten wie zum Beispiel Harnwegsinfekten, Bronchitis, Infekte der Atemwege, Schwitzen, Verdauungsbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Rheuma, Gicht, Schuppenflechte etc.
  • In der Küche als Gewürz für Suppen und Eintöpfe.
  1. Baldrian (Valeriana officinalis)

Baldrian wird bereits seit mehreren Jahrhunderten als wertvolle Heilpflanze genutzt. Schon die antiken Griechen und die alten Römer setzten die Pflanze, die dort unter dem Namen Phu bekannt war, bei diversen Beschwerden als adäquates Heilmittel ein. Besonders hilfreich war Baldrian bei Menstruationsproblemen, gegen Darmparasiten und als harntreibendes Mittel. Weiterhin galt die Pflanze als ein starkes Aphrodisiakum; und sogar gegen die Pest soll Baldrian geholfen haben. Auch galt die Pflanze früher als Schutz- und Zauberpflanze. Heutzutage wird vor allem die beruhigende Wirkung der Heilpflanze geschätzt. Baldrian wächst vorwiegend an Teich- und Bachufern in Europa und den gemäßigten Zonen Asiens, in den USA wird die Pflanze extra angebaut. Die Sammelzeit der Wurzeln reicht von August bis Oktober, die der Blüten von Juli bis August.

Inhaltsstoffe:

Ätherisches Öl, Phenolcarbonsäuren, Alkaloide, Valepotriate, Ketone, Oxide, Ester, Säuren etc.

Verwendung:

  • Baldrian wird bei vielen Beschwerden und Erkrankungen als wirkungsvolles Heilmittel eingesetzt, u. a. bei Einschlafstörungen, Angstzuständen, Prüfungsangst, Reizbarkeit, Erschöpfung, Stress, innerer Unruhe, Reizblase, Konzentrationsschwäche, Verdauungsstörungen etc.
  1. Malve (Malva sylvestris)

Die Malve wurde bereits in der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren genutzt. Und im Altertum wendeten Ärzte die Heilpflanze bei verschiedenen Beschwerden und Erkrankungen an wie zum Beispiel Verstopfung, Husten, Blasenprobleme etc. Die große Käsepappel, wie die Malve auch genannt wird, wächst an Wegesrändern, auf Schuttplätzen und Ödland. Die Sammelzeit der Blätter geht bis in den Herbst, die der Blüten dauert von Juni bis Juli.

Inhaltsstoffe:

Schleimstoffe, Gerbstoffe, Flavonglykoside, Anthocyanglycosid Malvin, ätherisches Öl

Verwendung:

  • Die Malve wird bei diversen Erkrankungen und Beschwerden verwendet. Besonders hilfreich ist eine Behandlung bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum und der Speiseröhre, im Magen-Darm-Trakt sowie bei Sodbrennen, trockenem Reizhusten, Reizmagen und Magen-Darm-Geschwüren. Die Inhaltsstoffe wirken antioxidativ und reizlindernd.

 

 

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