Endlich weitreichende Handlungen gegen Plastikmüll

China hat als weltweit größter Hersteller von Einwegplastik beschlossen, die Verwendung von Produkten wie Plastiktüten, Strohhalmen und Einmal-Geschirr aus Plastik zu verbieten. Wir applaudieren! Angesichts von Plastikmüll in den Meeren, Wäldern und ganz zu schweigen vom Überseetransport zur Entsorgung ist das endlich mal eine gute Nachricht. Denn in Fragen des globalen Plastikmüllproblems sind wir seit meinem Blogpost (Link: https://margreblue.de/die-luege-mit-der-plastiktuete/) von 2017 scheinbar nicht viel weiter gekommen. Ein Appell an den noch viel bewussteren Umgang mit Plastik.

China will schon dieses Jahr in seinen Metropolen auf Einmal-Plastik verzichten

China reagiert mit seinem Beschluss, schon in diesem Jahr den Konsum von Plastik deutlich zu reduzieren, auf ein Umweltproblem: Heute werden enorme Mengen Plastik in Flüsse geworfen oder in der Erde vergraben. Die Einfuhr ausländischen Abfalls hat das Land schon im letzten Jahr gestoppt. Mit der aktuellen Entscheidung verfolgt es damit eine konsequente Linie in der Müllvermeidung. Einen besonders gewaltigen Effekt hat Chinas neues Gesetz allein auf Grund seiner Einwohnerzahl von 1,4 Milliarden Menschen, die fast 20 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen. Zudem ist die chinesische eine Volkswirtschaft, die stark wächst, und deren Bürger sich in hohem Tempo einem westlichen Lebensstandard annähern.

Ein landesweiter Produktionsstopp von Plastikartikeln, die nur einmal verwendet werden, soll die Großstädte schon innerhalb des Jahres 2020 deutlich entlasten. Andernorts soll die neue Regel ab 2022 gelten. Vor allem für den Handel und die Gastronomie bedeutet dies eine Umstellung. Das gibt Anlass zur Hoffnung, dass das Billigproduktionsland sich selbst dazu inspiriert, nachhaltige Alternativen zu entwickeln und zu verbreiten. Denn schließlich ist das Plastikproblem nicht nur ein chinesisches.

Malaysia sendet tausende Tonnen Plastikmüll zurück

Erst in dieser Woche hat Malaysia bekannt gegeben, 4.000 Tonnen Plastikmüll in Containern an die Absender zurückzuschicken. Das sind zum größten Teil Länder aus dem Westen, die für die Entsorgung ihres Ausschusses und Überflüsses bezahlen. Dabei gibt es heute vor allem in Ländern wie in Deutschland immer ausgereiftere Verfahren zur Wieder- und Weiterverwertung oder gar zur Müllvermeidung. Fakt ist aber, dass nur 16 Prozent des Plastikabfalls wiederverwendet wird. Der Rest wird verbrannt oder ebenfalls verschifft (Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/china-verbietet-einweg-plastiktueten-a-74add7a4-038d-4fdc-97de-76f72a9e39ab). Doch ökonomische wie politische Interessen stehen der optimalen Nutzung von klimaschützenden Maßnahmen oft entgegen. Oft sind es sogar wir Bürger selbst, die ungerne mitmachen: Zum Unverpackt-Supermarkt radeln ist anstrengend, täglich selber kochen unbequem und überhaupt verlockt uns die vermarktungs-optimierte Verpackung von leckeren Produkten allzusehr, als dass wir nein sagen könnten.

Inmitten des Konfliktes zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft hat die malaysische Umweltministerin Yeo Bee Ying ein vernünftiges Machtwort gesprochen: Die deutliche Aufforderung, für seinen eigenen Müll die Verantwortung zu übernehmen. Denn wenn wir den Müll schon exportieren müssen und damit einen noch größeren sinnlosen CO2-Ausstoß generieren, dann muss es wirklich schlimm um die Abfallgewohnheiten der westlichen Welt stehen.

China und Malaysia sind weit weg…

…und trotzdem dürfen wir den asiatischen Nationen zu ihrer Entscheidung gratulieren und überlegen, wie wir selbst noch ein Bisschen mehr beitragen können. In Deutschland ist die Verteilung von Plastiktüten (außer den ganz dünnen) ab diesem Jahr verboten. Kostenpflichtig sind sie schon seit 2016. Das hat den Konsum der uncharmanten Tragetaschen um über zwei Drittel reduziert. Das finden wir schon gut. Aber es geht noch mehr, wie wir schon seit einigen Jahren auf dem Blog (Link: https://margreblue.de/muellvermeidung-ohne-das-der-geldbeutel-explodiert/) diskutieren. Lasst den Abfall gleich im Laden. Greift bei den Tragehelfern nach nachhaltigen Alternativen: Einkaufsnetze aus Baumwolle (Link: https://margreblue.de/die-luege-mit-der-plastiktuete/) sind wieder in der Mode. Naturtaschen für Gemüse, Obst und Brot (Link: https://margreblue.de/shop/naturtasche-im-4er-set/) ersetzen auch die dünnen Tüten. In Bienenwachstücher (Link: https://margreblue.de/shop/bienenwachstuch-xl/) eingewickelte Lebensmittel halten sich auch ohne Plastikfolie länger. Es ist gar nicht schwer! Und jeder einzelne Plastikverzicht zählt.

Vielen Dank das Ihr euch die Zeit genommen habt unseren Blogbeitrag zu lesen.

Entdeckt das Blaue in euch!

Euer Margreblue Team

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